Studierende erleben Chinas Technologie und Alltag

Zwei Wochen, drei unterschiedliche Regionen und zahlreiche persönliche Begegnungen: Die Summer School der DHBW Lörrach führte Studierende nach Shanghai, in die Huangshan-Region und nach Peking. Unternehmensbesuche, Hochschulaustausch und kulturelle Aktivitäten boten Gelegenheit, China aus erster Hand kennenzulernen und eigene Vorstellungen zu hinterfragen.

Ein humanoider Roboter, der tanzt und mit den Teilnehmenden spricht: Beim Besuch von JAKA Robotics wurde moderne Technologie unmittelbar erlebbar. Welche Aufgaben solche Roboter künftig übernehmen könnten, diskutierte die Gruppe auch im Deutschen Generalkonsulat in Shanghai. Im Gespräch mit Uwe Koch, Leiter des Wissenschaftsreferats, und Zeng Hongping ging es unter anderem um mögliche Anwendungen in der Altenpflege und im Bauwesen, Chancen für deutsche Forschung und Unternehmen sowie die Frage, was künstliche Intelligenz leisten kann und leisten darf.

Organisiert und begleitet wurde die Reise von Vertr. Prof. Dr. Wendy Fehlner und Prof. Dr. Johannes Kern. Die Studierenden kamen aus wirtschaftlichen und technischen Studiengängen. Zu Beginn gab Kern ihnen den Gedanken mit auf den Weg, offen auf das Land zuzugehen und vertraute Vorstellungen bewusst zu überprüfen.

Dafür bot insbesondere der Austausch an den Partnerhochschulen viele Gelegenheiten. An der Shanghai Zhongqiao Vocational and Technical University standen Drohnentechnologie und chinesische Kultur auf dem Programm. Beim gemeinsamen Zubereiten traditioneller Teigtaschen kamen deutsche und chinesische Studierende miteinander ins Gespräch. An der Beijing Wuzi University setzten eine Vorlesung, studentische Aktivitäten und weitere Unternehmensbesuche den Austausch fort.

Auch abseits der Hochschulen lernte die Gruppe unterschiedliche Facetten Chinas kennen: die Skyline Shanghais, die traditionelle Kunqu-Oper, das historische Dorf Hongcun und die Berglandschaft des Huangshan. In Peking ergänzten Besichtigungen der Großen Mauer und der Verbotenen Stadt die Erfahrungen um historische Perspektiven.

Für Teilnehmerin Samira-Dalijah Koch reicht die wichtigste Erkenntnis über China hinaus: „Vorurteile und vorgefertigte Bilder entstehen schnell, wenn eigene Erfahrungen fehlen. Entscheidend ist, offen dafür zu sein, diese durch echte Begegnungen zu hinterfragen.“

Die Summer School verbindet fachliches Lernen mit persönlichen Erfahrungen im internationalen Austausch. Ein besonderer Dank gilt den chinesischen Partnerhochschulen sowie dem Verein Freunde und Alumni der DHBW Lörrach e. V., der die Reise finanziell unterstützte.