Öffentlicher Beteiligungsworkshop zum Energie- und Klimaschutzkonzept an der DHBW Lörrach
Wie kann die DHBW Lörrach ihre Treibhausgasemissionen reduzieren und damit bis 2030 die Klimaschutzziele der Landesregierung erreichen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Beteiligungsworkshops, bei dem Mitarbeitende ihre Ideen für mehr Klimaschutz in den Bereichen Mobilität, Gebäude & Energie sowie Beschaffung einbrachten.
Im Rahmen der Erarbeitung des Energie- und Klimaschutzkonzepts (EuKK) fand an der DHBW Lörrach ein Beteiligungsworkshop statt. Ziel der Veranstaltung war es, Perspektiven und konkrete Maßnahmenvorschläge aus der Hochschule in den Prozess einzubringen. Insgesamt 18 Teilnehmende – überwiegend Mitarbeitende – folgten der Einladung und brachten ihre Erfahrungen und Sichtweisen ein.
Zum Auftakt begrüßte Rektor Prof. Gerhard Jäger die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung der Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit für die Hochschule. Anschließend stellte Frank Leichsenring, Klimaschutzmanager im Cluster Süd und auch für die Studienakademie Lörrach zuständig, Ziele und Ablauf der Veranstaltung vor.
Als Grundlage für die anschließende Diskussion präsentierte Leichsenring vorläufige Ergebnisse der Treibhausgasbilanz der Hochschule. Um den Austausch anzuregen, wurden einzelnen Ergebnischarts Mentimeter-Fragen vorangestellt, die zunächst individuell beantwortet und anschließend gemeinsam ausgewertet wurden. Die Präsentation der THG-Zahlen brachte dabei auch Überraschungen mit sich – etwa der Anteil der Mobilität an den gesamten Emissionen, der mit rund 89 Prozent deutlich höher ausfiel als von vielen erwartet.
Nach einer kurzen Kaffeepause begann die Ideenphase im Format eines World Cafés. An drei Thementischen zu Mobilität, Gebäude & Energie sowie Beschaffung diskutierten die Teilnehmenden mögliche Maßnahmen und tauschten sich über Erfahrungen und Ansatzpunkte für mehr Klimaschutz aus. Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Dr. Harald Nicolai, Leiter des Sustainable Development Centers (SDC), dem Landes-Klimaschutzmanager Tobias Braun sowie Frank Leichsenring.
Im Verlauf der Diskussion entstanden insgesamt knapp 90 Maßnahmenideen, die sich etwa gleichmäßig auf die drei Themenfelder verteilten. Die Vorschläge reichten von einer verbesserten Radinfrastruktur, den Bau eines Hostels (statt Studentenwohnheim) und einer besseren Anbindung der Hangstraße an den Bahnhof über zusätzliche Photovoltaikanlagen bis hin zu organisatorischen Maßnahmen wie „Lüftungs- und Fenster-Schließbeauftragten“ in den Kursen. Im Bereich Beschaffung wurden unter anderem längere Nutzungszeiten für EDV-Geräte sowie nachhaltige Beschaffungsrichtlinien vorgeschlagen.
In einer abschließenden Runde priorisierten die Teilnehmenden die thematisch gebündelten Maßnahmen nach persönlicher Wichtigkeit. Die meisten Stimmen erhielt der Vorschlag, ein Hostel an der DHBW zu errichten.
Die gesammelten Maßnahmenideen werden nun aufbereitet, nach Themenbereichen zusammengeführt und entsprechend der Priorisierung sortiert. Gemeinsam mit weiteren Vorschlägen – beispielsweise aus dem Gebäudemanagement – fließen sie in den Maßnahmenkatalog ein, der im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzepts (EuKK) entwickelt wird und in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden soll.
Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz an der DHBW Lörrach finden Sie hier.