Von Prozessdaten zu neuen Lösungen: KI trifft Galvanik

Wie kann Künstliche Intelligenz industrielle Produktionsprozesse effizienter gestalten? Gemeinsam mit RMA Kehl und dem Zukunft.Raum.Schwarzwald entwickelt die DHBW Lörrach einen möglichen Anwendungsfall zur KI-gestützten Optimierung von Galvanikprozessen. Ein studentisches Pilotprojekt soll erste Erkenntnisse liefern.

Prof. Dr. Klemens Schnattinger, Studiengangsleiter Data Science und Künstliche Intelligenz-Business Management, Digital Production und Prof. Dr. Vanja Spoo, Professor Maschinenbau haben gemeinsam mit RMA Kehl einen Ansatz entwickelt, um Potenziale von Künstlicher Intelligenz in der Galvanik zu untersuchen.

Als erster Schritt ist ein studentisches Pilotprojekt im Modul „Industrial IoT“ im Fachgebiet Maschinenbau geplant. Unter Leitung von Prof. Dr. Spoo sollen Studierende reale Prozessdaten aufbereiten und mithilfe von Machine-Learning-Verfahren analysieren. Dabei wird zunächst ein konkretes Optimierungsziel definiert, beispielsweise die Schichtdicke, der Ressourcenverbrauch oder die Durchlaufzeit. Anschließend soll untersucht werden, ob sich aus den Daten belastbare Zusammenhänge und Verbesserungsmöglichkeiten ableiten lassen.

Das gemeinsam mit dem Zukunft.Raum.Schwarzwald initiierte Vorhaben verdeutlicht, wie die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen den Wissens- und Technologietransfer fördern kann. Gleichzeitig erhalten Studierende die Möglichkeit, ihr Wissen auf reale industrielle Fragestellungen anzuwenden.

Die Verbindung von Produktion, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz steht auch im Mittelpunkt der neuen Studienrichtung Digital Production im Studiengang Data Science & KI, die im Oktober 2026 an der DHBW Lörrach gestartet ist. Sie bereitet Studierende gezielt auf die Anforderungen datengetriebener und digitalisierter Produktionsprozesse vor.